FAQ

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo erfahre ich, wie viele Menschen ich aktuell zu einer Trauerfeier einladen darf?

Auskunft erhalten Sie bei Ihrem Bestattungsinstitut oder beim örtlichen Friedhofsamt.

Es nimmt nur der engste Familienkreis teil. Lohnt sich da ein Trauerredner überhaupt?

Eine gute Trauerrede drückt die Einzigartigkeit Ihres verstorbenen Angehörigen aus, lässt sie oder ihn noch einmal für einen Augenblick lebendig werden und kann einen schweren Tag ein Stück leichter machen.

Gerade der engste Familienkreis besteht ja aus den Menschen, die besonders Halt und Trost brauchen. Deshalb ist es sinnvoll, auch für kleine Trauergesellschaften eine Unterstützung zu haben. Einen Menschen, der die richtigen Worte findet und Sie beim Abschiednehmen begleitet.

Das Ritual einer Trauerfeier bietet einen ersten Schritt, die Realität des Todes eines nahestehenden Menschen zu begreifen. Es hilft, mit der Trauer nicht alleine zu sein, seinen Platz im eigenen Leben – ohne diesen Menschen – neu zu finden.

Kann man sich bei einer Trauerfeier mit Corona anstecken?

Man kann sich überall dort anstecken, wo man anderen Menschen nahe kommt, also auch auf Beerdigungen. Das Risiko wird minimiert durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, durch Abstandhalten, durch den Verzicht auf gemeinsamen Gesang und durch eine gute Belüftung der Kapellen und Feierhallen. Mit Erkältungssymptomen sollte man auf jeden Fall einer Trauerfeier fernbleiben.

Wie kann ich mein Beileid ausdrücken, wenn ich den Angehörigen nicht mehr die Hand geben soll?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sein Mitgefühl auszudrücken. Sie können den Angehörigen beispielsweise einen Brief schreiben, ein paar Worte ins Kondolenzbuch schreiben, wenn eines ausliegt. Sie können mit einigen Worten auf dem Friedhof Ihre Anteilnahme aussprechen. Das funktioniert auch ohne Umarmung oder Händedruck. Man kann auch die Hand aufs Herz legen und den Angehörigen dabei in die Augen schauen. In der Pandemie-Zeit mussten wir alle neue Formen von Kommunikation lernen. Bei Fragen sprechen Sie gern Ihre Redner:innen der BATF an.

Wie kann man Menschen miteinbeziehen, die nicht zur Trauerfeier kommen dürfen?

  • Sie können den Verwandten, Freunden und Nachbarn den Beisetzungstag mitteilen und die Menschen bitten, eine Kerze anzuzünden und ein Lied abzuspielen, das auch für die Abschiedsfeier ausgesucht wurde. So sind Sie gedanklich miteinander verbunden.
  • Sie können eventuell im Nachklang den Text der Trauerrede oder eine Aufnahme weitergeben. Bitte sprechen Sie diese Möglichkeiten im Vorbereitungsgespräch mit der Trauerrednerin, dem Trauerredner ab.
  • Sie können sich zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. am Geburtstag des verstorbenen Angehörigen, noch einmal treffen, um Erinnerungen auszutauschen.
  • Es können von allen im Vorfeld kurze Abschiedsgrüße an den verstorbenen Menschen geschrieben werden, z.B. auf kleine Zettel, die dann bei der Beisetzung mit ins Grab gegeben werden. Das geht auch mit Kindern gut, die etwas auf die Zettel malen können.

Welche Musikstücke können auf einer freien Trauerfeier gespielt werden?

Grundsätzlich sind Sie in der Auswahl der Trauermusik völlig frei.

Sorgfältig ausgewählte Musikstücke setzen persönliche Akzente und ergänzen die Trauerrede. Ihr:e: Trauerrdner:in unterstützt Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Lieder. Die Trauermusik kann live oder vom Tonträger gespielt werden.

Ist im Bestattungswald der Einsatz von Musik erlaubt?

Die Musik kann gegebenenfalls live oder auch vom Tonträger gespielt werden. Der Bestatter Ihres Vertrauens kann Ihnen detaillierte Auskunft geben.

Was darf im Bestattungswald mit ans Grab?

Grabschmuck und Blumen, Gestecke und Kränze oder Grablichter sind im Bestattungswald in der Regel nicht erlaubt. Etwaige Dekoration kann während der Beisetzung eingesetzt werden. Diese muss nach der Beendigung der Abschiedsfeier wieder entfernt werden. Kurzstielige Blumen können ggf. mit in das Urnengrab gegeben werden. Fragen dazu beantworten Ihnen die Ansprechpartner:innen des jeweiligen Bestattungswald oder die Bestattungsunternehmen.

Was ist eine stille Beisetzung?

Eine stille Beisetzung ist zumeist eine Trauerfeier ohne Nutzung einer Trauerhalle oder -raum. Diese kann auch von einem Trauerredner:in begleitet werden.

Als stille Beisetzung wird auch die Bestattung einer Urne im Familienkreis bezeichnet, wo bereits im Vorfeld eine Trauerfeier am Sarg mit dem Verstorbenen stattgefunden hat.

Was ist eine anonyme Bestattung?

Die Beisetzung ohne eine markierte Grabstelle und ohne jeglichen Namenshinweis wird als anonyme Bestattung bezeichnet. Diese können jedoch auch im Rahmen einer Trauerfeier begleitet werden.

Was gehört zu einer Trauerfeier?

Eine Trauerfeier besteht in der Regel aus einer Ansprache, aus Musik und wenn gewünscht, auch aus stillem Gedenken oder Ritualen.

Vermittelt die BATF e.V. Trauerredner:innen?

Nein. Die BATF vermittelt keine Trauerredner:innen. Aber wir empfehlen unsere Mitglieder, da sie unsere Werte und Standards vertreten. Für Sie als Angehöriger ist deshalb die Mitgliedschaft in der BATF ein Gütesiegel für sehr gute Trauerredner:innen.

Wie ist die BATF organisiert?

Die BATF ist in der Form eines gemeinnützigen Vereins organisiert. Unsere Satzung finden Sie hier.

Kann eine freie Trauerfeier in der Kapelle eines kirchlichen Friedhofs stattfinden?

Ja, die meisten kirchlichen Friedhöfe sind auch für freie Trauerfeiern offen. Die Trauerfeier kann deshalb auch durch eine:n Trauerredner:in in der Kapelle eines Friedhofs in katholischer oder evangelischer Trägerschaft stattfinden. Ihr Bestattungsunternehmen und die Friedhofsverwaltungen selbst können Ihnen dazu nähere Auskünfte geben.

Ist eine freie Trauerfeier immer auch streng säkular und nicht-religiös?

Nicht unbedingt. Eine von Ihnen beauftragte freie Trauerfeier kann streng säkular und nicht-religiös sein, wenn Sie dies erwarten. Die in der BATF zusammengeschlossenen Trauerredner:innen haben ganz unterschiedliche Hintergründe. Wenn sie einen christlichen oder andern religiösen Bezug in der Trauerfeier wünschen, ist auch das in Absprache oft möglich. So kann etwa vereinbart werden, dass ein gemeinsames Gebet gesprochen wird. Sprechen Sie Ihre:n Trauerrdner:in darauf an. Freie Trauerfeiern sind nicht nicht-kirchlich, müssen aber nicht völlig unreligiös sein.

Kann mich eine freie Trauerfeier trösten?

Ja. Wie Trauer gelingen kann, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Sie werden selbst am besten wissen, was Ihnen hier guttut. Die Trauerfeier kann ein wichtiger Schritt in Ihrer Trauer sein. Sie können mit Ihre:r:m Trauerredner:in in Ruhe im Vorfeld genau besprechen, wie Sie sich die Trauerfeier wünschen. Auch das macht die Freiheit freier Trauerfeiern aus, denn Trauerredner leisten Ihnen einen Dienst in Ihrem Sinne. Auch eine freie Trauerfeier kann eine Feier des Lebens sein. Eine gute Trauerfeier erkennt die vielfältigen Gefühle, die Trauer beinhaltet, an. Sie gestaltet einen wichtigen Übergang in Ihrem Leben und würdigt unsere Verstorbenen ehrlich. Das bietet Halt und Trost.

Wie finde ich als Bestatter einen guten Trauerredner?

Wenn Sie aktuell Bedarf nach einem Trauerredner, einer Trauerrednerin in Ihrer Region haben, sind Mitglieder der BATF und auch der regionalen Zusammenschlüsse eine gute Wahl, da dort durch die Anforderungen für eine Mitgliedschaft ein gutes Maß an Qualität und Erfahrung zu erwarten ist.

Wie erkenne ich eine gute Rednerin, einen guten Redner?

Der erste persönliche Eindruck gibt Ihnen schon viele Hilfestellungen. Neben einem gepflegten Äußeren verfügt ein guter Trauerredner über eine angenehme Stimme und eine klare deutliche Aussprache. Gute Trauerredner:innen verfügen über Präsenz und können in jeder Situation Klarheit und Ruhe ausstrahlen.

Woher weiß ich als Bestatter, welche Rednerin, welcher Redner für meine Kunden am besten geeignet ist?

Manchmal sucht man für seine Kunden einen bestimmten Typ Redner, der zum Beispiel nicht zu alt oder auch nicht zu jung sein soll. Es gibt auch Situationen, in denen eine Rednerin, ein Redner ein bestimmtes persönliches Profil haben soll, um sich damit vermeintlich besser in die persönliche Situation der Angehörigen hineinversetzen zu können.

Im Grunde genommen gibt es aber nur gute und weniger gute Redner. Ein:e Redner:in mit entsprechender Lebenserfahrung wird sich den jeweiligen Umständen entsprechend auf die Angehörigen einlassen können und der beste Hinweis darauf ist das positive Feedback, das Sie dann von Ihren Kunden nach dem Vorbereitungsgespräch und dann auch nach der Trauerfeier über den Redner erhalten werden.

Habe ich als Bestatter den richtigen Redner beauftragt?

Als Bestatter verfügen Sie selbst schon über einen großen Erfahrungsschatz bei der Organisation und der Durchführung von Trauerfeiern. Wenn Sie es mit einem für Sie neuen Redner, einer neuen Rednerin zu tun haben, ist es unbedingt zu empfehlen, zumindest bei den ersten gemeinsamen Trauerfeiern in der Kapelle die Ansprache zu verfolgen. Ihre eigenen Eindrücke und die Reaktionen der Angehörigen auf das Gesagte sind wichtige Hinweise auf eine gelungene Rede.

Sind während der Corona-Pandemie Trauerfeiern möglich?

Ja, es waren und sind Trauerfeiern möglich, nach dem heutigen Stand (Anfang Juni 2021) dürfen wieder bis zu 50 Teilnehmer in der Feierhalle oder der Friedhofskapelle daran teilnehmen. Diese Zahl reduziert sich nur, wenn die Örtlichkeiten wegen zu geringer Größe weniger Teilnehmer ermöglichen lassen. Fragen Sie vor Ort Ihren Bestatter oder die Friedhofsverwaltung.

Was muss ich als Teilnehmer während einer Trauerfeier unter Corona-Bedingungen beachten?

Unabhängig von Ihrem persönlichen Status (geimpft, genesen oder getestet) sind Sie angehalten, in der Feierhalle eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, die angegebenen Abstände einzuhalten und sich vor der Trauerfeier zwecks Rückverfolgung in eine Corona-Liste einzutragen.

Machen Trauerfeiern Sinn, wenn wegen der Pandemie nicht alle zur Trauerfeier kommen dürfen?

Auch mit weniger Teilnehmern machen Trauerfeiern unbedingt Sinn, weil gerade für die nächsten Angehörigen ein offizielles gemeinsames Abschiednehmen ein wichtiger Teil der Trauerbewältigung ist und in jedem Fall das Leben des Verstorbenen gewürdigt werden soll.

Seit wann gibt es Trauerreden?

Trauerreden sind sehr wahrscheinlich eine uralte Tradition, die weit in die Frühgeschichte zurückreicht. Dabei haben die verschiedenen Epochen und Vorstellungen zu Tod und Sterben eigene Akzente in die Trauerreden gelegt. Immer haben sie zu einem würdigen Rahmen beigetragen. Seit der Säkularisation und dem Schwinden der Verbindlichkeit von Religionen gibt es auch freie Trauerreden, die nicht religiös gebunden sind.